Himmlische Ruhe


Noch halb im Traum, die Seele baumelt aus,
und ich spüre meinen Tiger im Kopf.
Ahne den Morgen, die Sonne im Gebälk,
in der Küche brodelt Suppe im Topf.
Ich rolle mich wie eine Tonne auf den Bauch,
und ich suche in den Kissen meinen Hut.
Wenn du mich willst, musst du bitte, bitte rufen,
und ich würde dir dann sagen, das war gut.

Himmlische Ruhe!
Kannst du verstehn?
Will nicht in die Schuhe und nicht nach draußen gehn!
Ich bin noch tot!

Hier ist es warm,und ich fühle mich so leicht,
und ich fliege durch den luftleeren Raum.
Meine Hände kribbeln, ich bin schwerelos,
und die Seifenblasen wachsen am Baum.
Ich strecke meine weißen Arme in die Luft,
Und ich taste durch die Schleier dein Gesicht.
Ich möchte lieber, lieber weiterschlafen Baby,
aber leider, leider, leider geht das nicht.

Himmlische Ruhe ....

Lass mich auf der Seite liegen.
Ich will keinen Schrecken kriegen.
Ich bin eine müde Leiche.
Ob ich je den Tag erreiche?
Irgendwer hat was dagegen.
Draußen fällt schon wieder Regen.
Wärme ist ein Lebensretter.
Unterm Bett ist immer Wetter.
Gib mir meine Decke wieder.
Kälte fährt mir durch die Glieder.
Ich kann keine Kommaregeln,
kann nicht durch die Nordsee segeln.

Noch nicht voll da, Bilder steigen auf,
meine Katze schiebt mich lächelnd aufs Dach.
Ich gleite durch die Wolken, Nase voll im Wind,
wenn du lieb bist, Baby, werde ich wach.
Ich hab noch Wasser aus der Nordsee in den Augen,
unterm Nachthemd spür ich Krümel aus dem Bett.
Bin noch verknotet und verbandelt mit den Stricken meiner Seele.
In meinen Träumen warst du heute richtig nett.

Himmlische Ruhe ....

Werner Vogt, Vocals
Udo Lummer, Drumprogrammierung, Bass, Guitars,Rhodes, Piano, alle Synthesizer

© 2007 by Klangmix-Verlag