Du hörst mir nicht mehr zu


Ich sage dir, von hier nach da,
ist manchmal wie ein ganzes Jahr,
wie eine schwarze Nacht allein,
denn Anfang kann auch Ende sein.
Von innen kommt, nach außen geht,
das, was die Zweifel in uns sät.
Du willst in deinem Kummer baden
und dich mit Wut und Hass aufladen.
Das Leben driftet so dahin,
und das, was kommt, macht selten Sinn.
Ich wanke am Beziehungsrand.
Ein Kosmos nur auf Sand gebaut.
Ich trinke Wasser, du nimmst Wein.
Ich sage ja, du zeigst mir nein.
Du lebst nicht mit, nein, ohne mich.
Ich meine noch, ich brauche dich.

Du hörst mir nicht mehr zu
Du machst andere Sachen.
Gehst deine eigenen Wege.

Du lebst in deiner zweiten Welt
An mir vorbei mit meinem Geld.
Ein Distelfeld liegt zwischen uns.
Ein Dritter buhlt um deine Gunst.
Und trotzdem bist du abends da.
So geht das jetzt ins zweite Jahr.
Uns fehlt der Mut sich loszulassen.
Wir lernen langsam uns zu hassen.
Zwischen Frust und Alltagskrach,
Tränen hoch bis unters Dach.
Ein ganzer Wald mit Pappfiguren.
Was muss alles noch passieren!
Ich rauche viel, mach mich kaputt.
Dir geht es sichtlich auch nicht gut.
Ich lege mich ins Gras und träume,
und sehe nur verdorrte Bäume.

Du hörst mir ....

Sei endlich ehrlich zu dir selbst.
Bewerte wie du mit mir lebst.
Leben so ist nicht mehr schön.
So kann das echt nicht weitergehn.
Was toll begann, ist nur noch Müll.
Vorbei die Zeit in Glanz und Tüll.
Dein Hochgefühl liegt tief im Schrank.
Herz und Kopf sind schwer und krank.
Will weg und finde nicht zu mir,
das Fenster zu und keine Tür.
Die Sonne brennt auf totes Land,
wo einst das Glück im Lichte stand.
Keiner kann die Zeichen deuten.
Niemand hört die Glocken läuten.
Du hast dich umgedreht und schweigst,
auch wenn du draußen Flagge zeigst.

Du hörst mir ....

Werner Vogt, Vocals, Bass, Hammond B3
Udo Lummer, Drumprogrammierung, Guitars,alle Synthesizer
© 2007 by Klangmix-Verlag