Warten auf den Wind


Auf dem dürren Feld meiner Einsamkeit,
steh ich nackt und bloß ohne Rock und Kleid.
Aus dem lichten Tag in den leeren Raum,
und am Ende bleibt nur eine Handvoll Schaum.
Bin bestimmt kein Sieger, nur ein müder Krieger.
Bin nicht Fisch, noch Fleisch, weder Mann noch Kind,
ich glaub`nur mir fehlt ein bißchen Rückenwind.


Wie ein dunkles Schattentier ist Einsamkeit ein Teil von mir.
Wie beim schwarzen Leopard! Leise Pfoten! Weich!
Machen selten reich!
Warten auf den Wind.

Es fing nicht schlecht an, war nie richtig gut.
Für den großen Wurf fehlte mir der Mut.
Kann nicht einfach gehen! Komm nie richtig hoch!
Bin völlig eingespannt in das Alltagsjoch.
Bin nie abgefahren. Verschlissen mit den Jahren.
Und kein Wind, der weht. Kein Herz, das schlägt.
Keiner, der mich hält. Keine Luft, die trägt.

Wie ein dunkles ....

Warten auf den Wind, der die Freunde wiederbringt,
die ich irgendwann am Weg verloren hab`.
Warten auf den Wind, der mich weiterbringen soll.
Warten bis zum Ende, bis ans Grab.

Auf dem schmalen Grat der Alltäglichkeit,
bleibt der Mensch zurück in seiner Wenigkeit.
Du klopfst niemals an, gehst nicht auf mich ein.
Mal sind viele da, mal bin ich ganz allein.
Rufe nur noch leise, fast still auf meine Weise.
Kommst du mit zu mir, sage ich zu dir.
Schaue dich nicht an, kommt eh nicht drauf an.

Wie ein dunkles ....


Werner Vogt, Vocals, Bass, Wurlitzer
Udo Lummer, Drumprogrammierung, Guitars,alle Synthesizer, Backingvocals

© 2007 by Klangmix-Verlag