Klangmix ist mehr als nur ein ehrgeiziges Projekt von Udo Lummer
und Werner Vogt, sondern auch ein langfristig angelegter Versuch
jenseits von Industrie und sog. Major Companies gehaltvollen
deutschen Pop zu installieren, der sich gleichsam selbst trägt.
Unabhängig von Beeinflussungen jeglicher Art sind unter diesem
Namen in Bokel, bei Halle/Westfalen, 28 hochwertige Songs entstanden,
die in Idee und technischer Umsetzung den Vergleich mit ähnlichen
Spitzenprodukten der populären deutschen Kultur nicht zu scheuen
brauchen.
Die 28 Stücke komprimieren gut 40 Jahre auf, neben,
hinter und vor der Bühne, spielen auf lyrisch scheinbar leichte Art
mit dem Leben im allgemeinen und besonderen und präsentieren sich
instrumental in einem seltsam leuchtenden Gewand aus modernen,
experimentellen, aber auch süffigen alten Klängen.
Es ist ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Klangmix aus
nachdenklichen Worten mit dem Sound der Moderne.
Die Musik mischt die Semantik des Alltags mit den Tönen der
Jahreszeiten .
Sie lässt sich auch als hörenswerte Reflektion von zwei
gestandenen Musikern darstellen, die nicht in den sechziger Jahren
stehengeblieben sind, sondern immer die Strömungen der Zeit
aufnehmend an sich und ihren musikalischen Vorstellungen gearbeitet haben.
Spielerisch eingesetzte Elektronik gehört selbstverständlich dazu, aber
ohne die handgespielte Gitarre ist die Musik nicht vorstellbar.
Die menschliche Übersetzung, die mit diesem Instrument geschaffen wird,
gibt den Stücken eine bodenständige Dimension, öffnet Zugänge
und musikalische Denkansätze, baut aber auch mit ihrer bluesigen Attitüde
eigene Wege und Stege durch die geheimnisvolle Welt von Klangmix.
|